Samstag, 5. Dezember 2009

Wer ist eigentlich „man“?!

zwitscherbirdie hat mir nach meinem letzten Text die Frage gestellt wer eigentlich „man“ ist – tja wie ich schon sagte kann ich es kaum an direkten Personen fest machen aber ich werde mal versuchen meine Definition von „man“ hier weiter auszuführen.

Schauen wir uns mal ein bisschen in der Geschichte um. Ich glaube jeder wird mir zustimmen das ein beträchtlicher Teil von dem was uns heute noch so bewegt seine Ursprünge so etwa nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches hat.

Halt da fragt jemand warum – schauen wir mal weiter...

Etwa zu dieser Zeit fingen die neuen möchtegern Besitzer des Römischen Scherbenhaufens an sich um eben diesen zu kloppen. Es ging darum wer den nun über die damals bekannte Welt das sagen hat. Im Norden Europas schlugen sich Deutsche, Engländer, Franzosen, Spanier, Russen und wie sich auch das kleinste Fürstentum auch immer nannte um die MACHT und auch damals schon ums GELD. Ruhe im Volk, die man für eine gesunde Machtstruktur braucht, gab es nicht wirklich. Zu viele wollten einfach ihr Stückchen vom Kuchen haben.

Eine der schon damals ganz gut etablierten Machtparteien sah unter dieser ganzen Streiterei seine Felle davon schwimmen und dachte sich da muss doch mal was getan werden. Die gute alte Römisch Katholische Kirche, damals namentlich vertreten durch Urban II. Praktisch war es da auch das sein alter Kumpel im Glauben Alexios I. Komnenos ihn um Hilfe gegen die bösen ungläubigen Muslime gebeten hatte.

Also dachte der alte Urban nach wie er denn so seine Pfründe schützen könnte. Seine Vorgänger hatten ja bis hier her schon gute Arbeit geleistet. Sie hatten es ja schon geschafft einen Teil der hohen Herren davon zu überzeugen das wenn sie nicht machten was Gott von ihnen wollte das Fegefeuer auf sie wartete. Das war doch schon mal eine gute Ausgangssituation. Schließlich war er ja Gottes Vertreter auf Erden.

Das nächste, was auch schon bei den Römer ganz gut funktioniert hatte war : Schaffe der Masse einen gemeinsamen Feind (hat auch immer wider in späteren Jahrhunderten geklappt, und auch heute) und du einst es. Dazu dann noch „Brot und Spiele“ und die Sache klappt schon....

Gesagt getan – rufen wir mal zum Kreuzzug auf um das Heilige Land von den Barbaren zu befreien... schließlich haben wir ja den einzig wahren Glauben...

Das ließen sich die anderen „wir glauben an den richtigen Gott“´s nicht gefallen und hielten kräftig dagegen....

Mit dieser gequirlten Hundescheiße schlagen wir uns noch heute rum...

Da hätten wir also mal ein paar der ältesten und größten „man“´s - die religiösen „ich weiß es genau“ Gemeinschaften dieser Welt die es verstanden haben den Glauben als Mittel zur Züchtigung des Volkes und zur mehrung ihrer Macht einzusetzten.

Nunja die Jahrhunderte kamen und gingen, man schlug sich, man vertrug sich aber alles nur um die eigene Macht und den persönlichen Einfluss zu festigen.

Damals gab es noch die herrschenden Familien die alles schön unter sich aufteilen konnten, denn sie wahren ja von Gott in ihr Amt gesetzt worden, und die Nummer mit der Verdammnis klappte ja auch noch ganz gut! Man konnte sich wunderbar in der Öffentlichkeit in seinem Reichtum und seiner Macht baden

Aber da gab es leider noch die Freidenker die man nicht wirklich mundtot bekam...

Irgendwann hatte das Volk zu diversen Anlässen die Schnauze voll und es rollten die Köpfe – man kannte sie ja...

Tja, dumm gelaufen – seine Macht allen zur schau zu stellen war also eine verdammt dumme Idee und das Volk reagierte auch irgendwie nicht mehr nur auf die Aussage „ Ich bin hier der Boss“

Irgendwer merkte dann, das das was alles im Grunde lenkt doch eigentlich das Geld war. Hmm muss er sich gedacht haben, wenn ich jetzt her gehe und den Revolutionären es durch mein Geld ermögliche weiterhin auf die Barrikaden zu gehen sehen sie in mir einen guten Mann und ich habe sie in der Hand genau das zu tun was ich eigentlich will. Ich muss dazu nicht mal meinen Kopf aus dem Fenster hängen – das tun die ja für mich. Ich brauche also nur genügend Geld und immer mehr und ich kann alle so springen lassen wie ich es für richtig halte. Das war dann wohl die Geburtsstunde des Kapitalismus.

Nun ist ja am Geld an sich nichts schlechtes, das was macht-gierige Menschen damit anstellen aber schon.

Damit wären wir dann bei den anderen Fraktionen die ich unter „man“ verstehe. Die Gruppierungen und Clans denen das ganze Geld was sich auf unserem Erdball so bewegt eigentlich gehört. Weil wer von uns kleinen hat denn wirklich etwas davon. Wir alle haben doch so viele Schulden und Verpflichtungen das uns in Wirklichkeit kein einziger Cent gehört. Und wenn wir es doch mal irgendwie schaffen was bei Seite zu legen hat unser Staat das Schulden machen für uns übernommen. All die Marionetten die man uns so als große Staatsmänner und Frauen vor die Nase setzt sind doch alles nur Büttel des Großkapitals, ob sie es selber wissen oder nicht.

Diese – lass uns mal hoch greifen – vielleicht 30 Interessengruppierungen sind es doch die unsere Welt nach ihren Vorstellungen lenkt. Und sie tun alles das wir davon bloß so wenig wie Möglich mitbekommen. Und wenn wir mal was merken wird alles getan um uns bloß wieder auf eine andere Fährte zu bringen.

Alles was sie wollen ist Macht. Und Geld bedeutet Macht. Also heißt es immer mehr Geld scheffeln und bloß derjenige sein der noch den letzten Tropfen aus der Zitrone raus presst...

An einzelnen Personen lässt es sich wie am Anfang erwähnt nur schwerlich fest machen, aber alle die, die nichts besseres zu tun haben als möglichst immer mehr Geld auf ihrem Konto anzuhäufen und das ohne Rücksicht auf Verluste gehören zu dieser Maschinerie die ich als „man“ bezeichne.

Hoffe mal das das zumindest teilweise meine Definition von „man“ erklärt....
Mondkuss69 - 12. Dez, 02:02

Nur weiter so, Herr Steingucker! Liest sich schon mal sehr gut!

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